Ein Paradies für Naturliebhaber und Entdecker.
Der Nationalpark Kalkalpen beherbergt mehr als 10.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, viele von ihnen sind seltene Urwaldrelikte, die nur in alten, naturnahen Wäldern überleben können. Seit der Gründung des Nationalparks im Jahr 1997 sind menschliche Eingriffe weitestgehend rückgebaut worden, sodass sich die Natur hier ungestört entwickeln kann. Diese natürliche Dynamik fördert die Erholung des Waldes und lässt ihn langsam wieder zu einem Urwald heranwachsen.
Die Wälder des Nationalparks Kalkalpen wurden einst intensiv genutzt, insbesondere im Mittelalter, als das Holz in Kohlemeilern zu Holzkohle verarbeitet wurde. Doch der Schutz des Gebiets ermöglicht heute die Rückkehr des Urwalds. Die verbliebenen Urwaldinseln bieten Lebensraum für bedrohte Arten, die auf Totholz und eine natürliche Walddynamik angewiesen sind. Mit einer Fläche von über 15.000 Hektar wurde der Wald zur Biotopschutzzone erklärt, in der die Natur wieder frei walten darf.
Die uralten Buchenwälder des Nationalparks Kalkalpen sind seit 2017 als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt. Auf einer Fläche von 5.252 Hektar beherbergen sie nicht nur eine beeindruckende Artenvielfalt, sondern auch die älteste Buche der Alpen, deren Alter mehr als 550 Jahre beträgt. Diese Wälder sind das größte Buchenwaldschutzgebiet der Alpen und ein unschätzbarer Schatz für die Wissenschaft und den Naturschutz.
Der Nationalpark Kalkalpen ist nicht nur ein Rückzugsort für Pflanzen und Pilze, sondern auch für viele Tierarten. Hier finden bedrohte Tiere wie der Luchs, der Steinadler und der Wanderfalke wieder einen Lebensraum. Das Schutzgebiet bietet außerdem ein einzigartiges Ökosystem für zahlreiche Insektenarten, darunter 41 Urwald-Reliktkäferarten wie der Alpenbock und der Große Flachkäfer.
Über 800 Quellen speisen das längste natürliche Bachsystem der Nördlichen Kalkalpen, das sich durch das Gebiet schlängelt. Diese Bäche und Quellen sind nicht nur lebenswichtig für die Natur, sondern tragen auch zur einzigartigen Schönheit des Nationalparks bei.
Der Nationalpark Kalkalpen bietet eine Vielzahl an Wander- und Erlebnismöglichkeiten. Ob auf den zahlreichen Wanderwegen, bei einer Erkundung der geheimen Schluchten oder einem Ausblick von den Gipfeln – der Nationalpark Kalkalpen ist ein Ort, an dem die Natur in ihrer unberührten Form erlebt werden kann.
Wer den Nationalpark Kalkalpen betritt, taucht ein in Österreichs größte Waldwildnis – ein Ort, an dem die Natur noch ganz sich selbst gehört. Zwischen den Bergketten des Reichraminger Hintergebirges und des Sengsengebirges entfaltet sich ein faszinierendes Zusammenspiel aus über 30 Waldtypen. Hier leben mehr als 10.000 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten, darunter seltene Urwaldrelikte, die anderswo längst verschwunden sind. Seit seiner Gründung darf die Natur auf 16.000 Hektar frei ihren Lauf nehmen: Wege wurden zurückgebaut, Eingriffe beendet, und der Wald begann, sich selbst zu erneuern. So entstand ein Refugium, in dem Ursprünglichkeit und Artenvielfalt nicht nur geschützt, sondern hautnah erlebbar werden.